ExRotaprint

Baumaßnahmen 2009-2018


In den zurückliegenden Jahren haben wir die Gebäude links und rechts der Einfahrt und im Hofbereich saniert. Hier ein Eindruck von den Bauabläufen.

 

 

2008-09 Haus 11: Einbau der Kantine

In dem Flachbau aus den frühen 1950er Jahren, links neben der Einfahrt gelegen, eröffnete im Juli 2009 die ExRotaprint Kantine und wurde schnell zu einem Herzstück des Projektes. Der Umbau und die Einrichtung der Kantine wurde mit Überschüssen aus unseren ersten Mieteinnahmen finanziert.

ExRotaoprint Kantine ExRotaoprint Kantine

 

2009-10 Haus 2:  Fassadensanierung und Fenster

Das Gebäude von 1904 mit einer modernen Überarbeitung aus den 1950er Jahren wurde in Absprache mit dem Denkmalschutz umfassend saniert und auf einen zeitgemäßen energetischen Standard ertüchtigt. Die nach Norden und Westen ausgerichteten Brandwände wurden mit einem Wärmedämmverbundsystem versehen. Die Hoffassade erhielt einen Dämmputz mit abschließendem Feinputz und reinweißem Anstrich. Alle Dachrandabschlüsse wurden saniert. Die originalen Holzeinfachfenster wurden durch Holzisolierglasfenster mit entsprechenden sehr schlanken, grau lackierten Profilen ersetzt. Das ursprüngliche Erscheinungsbild aus den 1950er Jahren wurde so wiederhergestellt.

ExRotaprint Haus 2 ExRotaprint Haus 2 ExRotaprint Haus 2

 

2010-11 Haus 17 und 18: Dächer, Dachaufbauten und Innenausbau

Die Wellasbestdächer der Gebäude wurden in zwei Bauabschnitten entfernt und durch eine Konstruktion aus Trapezblech und Wärmedämmung mit einer Deckung aus Aluminiumblechscharen (System Kalzip) ersetzt. Auf dem straßenseitigen Teil, Haus 17, wurden drei weithin sichtbare Oberlichtaufbauten – verkleidet mit dunklen Blechpaneelen – als neue Belichtung eingesetzt. In Absprache mit dem Denkmalamt konnte auf dem hofseitigen Teil, Haus 18, ein Eingriff in das denkmalgeschützte Ensemble realisiert werden, der über den reinen Erhalt des Baudenkmals hinausgeht. Der Sheddach artige Aufbau ist eine Holzrahmenkonstruktion mit seitlichen Blechpaneelen und verglaster Fassade. Er umfasst zwei Dachbüros, die durch innen liegende Treppen aus den Werkstätten erschlossen werden. Der flache Teil des Sheds ist ein Oberlicht für den hinteren Teil der Werkstatt im Erdgeschoss. Die Dachterrasse wird von beiden Mieteinheiten gemeinsam genutzt. Der Innenausbau der Hallen wurde komplett neu gestaltet, Fußböden, Heizungen, Elektrik und Sanitäranlagen ergänzt oder erneuert und Grundrisse den Bedürfnissen der heutigen Nutzungen angepasst. Im Zuge dieser Sanierungsarbeiten wurde auch der überdachte ehemalige Pförtnerbereich neu gestaltet und ein Leitsystem installiert.

ExRotaprint Haus 17/18 ExRotaprint Haus 17/18 ExRotaprint Haus 17/18 ExRotaprint Haus 17/18 ExRotaprint Haus 17/18 ExRotaprint Haus 17/18

 

2010 Haus 24 4. OG: Innenumbau und Fußbodensanierung

Zahlreiche Innenräume wurden durch Abriss und neue Trennwände den geänderten Bedürfnissen der Nutzer angepasst. Dabei wurden die Elektroinstallation der vergangenen 50 Jahre zurückgebaut, auf das notwendige beschränkt und modernisiert und gesundheitsschädliche Baustoffe im Gebäude beseitigt.

ExRotaprint Haus 24 ExRotaprint Haus 24 ExRotaprint Haus 24

 

2009-12 Haus 6: Entkernung und Neubau von 10 Wohnungen

Das kleine Hinterhaus vom Anfang des 20. Jahrhundert stand mindestens 15 Jahre leer und ist auf dem Gewerbehof ExRotaprint als Wohngebäude ein Sonderfall. Es wurde vollständig von Taubenkot gereinigt, anschließend entkernt und nach einer Holzbalkensanierung mit neuen Grundrissen weitergebaut. Der Holzdielenfußboden wurde ergänzt, Trockenbauwände gezogen, Elektrik, Sanitär und Heizung neu eingebaut, Türen und Fenster überarbeitet. Es sind 8 Ein-Zimmer-Wohnungen mit Duschbad und offener Küchenzeile entstanden, zwei davon werden als Gästewohnungen temporär vermietet. Zwei zusätzliche Einheiten wurden mit angrenzenden Ateliers zu Atelierwohnungen zusammengelegt. Die kaum nutzbaren Balkons in den linken Wohnungen wurden verglast, der gewonnene Raum den Wohnungen zugeschlagen und im obersten Stockwerk mit einem neuen Dach versehen. Diese Hälfte der Hoffassade wurde mit einem Wärmedämmverbundsystem versehen und schwarzblauviolett gestrichen. Das Treppenhaus wurde malermäßig behutsam in der alten Farbgebung wiederhergestellt.

ExRotaprint Haus 6 ExRotaprint Haus 6 ExRotaprint Haus 6 ExRotaprint Haus 6 ExRotaprint Haus 6 ExRotaprint Haus 6

 

2010-11 Haus 1: Dach- und Fußbodensanierung

Das Gebäude von 1956 hatte eine Dachdeckung aus Wellasbest mit einer Aufdachdämmung aus aufgespritzten und mittlerweile stark verwittertem Polyurethan-Schaum, die dringend beseitigt werden musste. Die asbesthaltige Dachdeckung wurde vorsichtig abgebrochen und fachgerecht entsorgt. Entsprechend dem für Haus 17/18 erarbeiteten und beauftragten Dachsystem wurde eine Dachdeckung aus Aluminiumblechscharen mit einer zeitgemäßen Wärmedämmung (System Kalzip) ausgeführt. Zeitgleich wurden im Innenraum an mehreren Stellen schadstoffhaltige Fußböden, Decken und Rohrleitungen beseitigt. In einem Teil des 1. OG wurden neue Unterrichtsräume hergestellt. Um den Schulbetrieb in dem Gebäude möglichst wenig zu stören, wurden die lärmintensiven Maßnahmen in den Sommerferien ausgeführt.

ExRotaprint Haus 1 ExRotaprint Haus 1 ExRotaprint Haus 1

 

2010-11 Haus 4: Fassade und Fenster (Süd)

Die Südfassade des Gewerbegebäudes von um 1904 wurde einheitlich im Stil der 1950er-Jahre-Überarbeitung wiederhergestellt. Die verwitterten Einfachfenster wurden gegen großformatige Holzisolierglasfenster ausgetauscht. Je nach Schädigungsgrad wurden die Stahlträger über den Fenstern ausgetauscht oder frei gestemmt und das Mauerwerk saniert. Die Fassade wurde von uns selbst malermäßig behutsam überarbeitet um den alten Eindruck einer weiß getünchten Backsteinfassade zu erhalten. Die westliche Brandwand wurde saniert und mit einem Wärmedämmverbundsystem versehen. Der südliche, 5-geschossige Ergänzungsbau aus den 1950 Jahren wurde zur energetischen Verbesserung mit einem dünnen, hochdämmenden Wärmedämmverbundsystem bekleidet, um das durch geringe Laibungstiefen bestimmte Erscheinungsbild erhalten. Die Stahlfenster mit Einfachglas dieses Gebäudeteils wurden denkmalgerecht saniert und durch Einbau von Isolierglas energetisch verbessert.

Zeitgleich wurden zahlreiche Innenräume durch Abriss und neue Trennwände den geänderten Bedürfnissen der Nutzer angepasst.

ExRotaprint Haus 4 ExRotaprint Haus 4 ExRotaprint Haus 4

 

2011-12 Haus 3: Dachdeckung, Oberlichter und Innenumbau

Die einstöckige Werkstatthalle mit 470 qm Nutzfläche wurde grundsaniert. Alte Unterdecken und überflüssige Leitungen wurden entfernt, die an die Häuser 1 und 4 angrenzende Decken wurden brandschutztechnisch ertüchtigt. Die vorhandenen großen Oberlichter aus Stahl mussten durch eine von der Kubatur her baugleiche Konstruktion aus Holz und Dreifachstegplatten ersetzt werden, um den heutigen Ansprüchen an die Wärmedämmung zu genügen. Auf dem Dach wurde eine neue Wärmedämmschicht entsprechend der Energieeinsparverordnung aufgebracht und die Abdichtung und die Anschlüsse aus Zinkblech an aufgehende Bauteile erneuert. Die Halle bekam einen neuen weißen Fassadenanstrich. In Absprache mit dem bezirklichen Denkmalschutz wurde die Fassade durch eine weitere Tür ergänzt. Zusammen mit der Planung einer brandschutzrechtlich notwendigen Brandwand in der Mitte der Halle wurde so die getrennte Vermietung an zwei Handwerksbetriebe möglich.

ExRotaprint Haus 3 ExRotaprint Haus 3 ExRotaprint Haus 3 ExRotaprint Haus 3 ExRotaprint Haus 3 ExRotaprint, Haus 3

 

2011-12 Haus 4: Umbau des Aufgang 2

Zur Herstellung einer attraktiveren Eingangssituation wurde beim Denkmalschutz die Verlegung des Eingangs für den Aufgang 2 beantragt und bewilligt. Auch hier wurde der asbesthaltige Fußboden beseitigt und nicht tragende Wände abgerissen. Das Dach des einstöckigen Anbaus von 1951 wurde saniert, um die andauernden Nässeschäden der innenliegenden Entwässerung zu beenden. Der neue Eingang sowie die angrenzenden Mietflächen wurden mit Brandschutzunterdecken zur Abschottung gegenüber der aufsteigenden Hausfassade ausgestattet. Der Aufgang 2 hat eine neue Eingangstür aus Stahl sowie einen Fußbodenbelag aus schwarzer PVC-Plattenware bekommen. Durch die Grundrissänderung sind zwei neue Mieteinheiten entstanden. Der neue Werkstattraum rechts des Aufgangs wurde der Werkstatt in der angrenzenden Halle 3 zugeschlagen. Diese Einheit bekam in Absprache mit dem Denkmalamt eine neue Hoftür, mit einem seitlich horizontal liegenden Fenster.

ExRotaprint Haus 4 ExRotaprint Haus 4

 

2011-13 Haus 1: Fassaden- und Fenstersanierung, Innenausbau

Die Hoffassade des Gebäudes wurde saniert und denkmalgerecht in der originalen Farbgebung aus den 1950er Jahren wiederhergestellt. Der schadhafte Putz wurde abgeschlagen, Risse verspachtelt, Leitungen unter Putz gelegt. Die massiv wirkende Rahmung des großen Glasfensters im 1.OG wurde besonders behandelt, die Laibungen gedämmt und eine gleichmäßige umlaufende Form hergestellt. Die zurückspringenden Flächen wurden nach restauratorischem Farbbefund grau, die Fläche unter der Rahmung weiß und die massive Rahmung rot gestrichen. Alle Stahlfenster wurden überarbeitet und lackiert. Die große Fensteranlage aus Aluminium im 1. OG wurde konstruktiv überarbeitet, gesäubert und die Schließmechanismen erneuert, der Stahlträger unterhalb der Anlage musste ausgetauscht werden. Mit Ausnahme der obersten Reihe wurden alle Glasscheiben gegen VSG-Isolierverglasung ausgetauscht. Das große zentral gelegene Südfenster mit Stahlrahmung wurde ebenfalls komplett saniert. Alle Scheiben wurden durch VSG- Isolierverglasung ersetzt, die Anlage technisch überarbeitet und neu lackiert.

In den Winterferien 2011 erfolgte der Abriss des asbesthaltigen Fußbodenbelags in der zukünftigen „Glaskiste“, dem Projektraum im 1. OG. Da sich die Fußbodenbeläge nicht ohne große Schadstofffreisetzung von dem bestehenden Gussasphalt trennen ließen, musste dieser mit entfernt werden. Für den Wiederaufbau des Fußbodens wurde Gussasphalt mit einem Belag aus PVC-Platten, die den ursprünglichen 1950er Jahre Flex-Platten sehr ähneln, gewählt. Heizungen wurden erneuert und mit Bänken mit einer Sitzfläche aus Holzbohlen überbaut, die Elektrik wurde erneuert. Weitere denkmalgerechte Innenmaßnahmen waren die Überarbeitung und Wiederherstellung der Glas-Trennwände in den Originalfarben Gelb und Schwarz, die Wiederherstellung der alten Unterdecke und die Renovierung aller alten Oberflächen. Anschließend wurde der Raum mit professioneller Veranstaltungstechnik und Verdunkelung ausgestattet, um als Projektraum genutzt werden zu können.

ExRotaprint Haus 1 ExRotaprint, Haus 1 ExRotaprint Haus 1ExRotaprint Haus 1 ExRotaprint Haus 1 ExRotaprint Haus 1

 

2013-14 Haus 4: Fassade und Fenster (Nord), Dachentwässerung

Für die Sanierung und energetische Verbesserung der Nord- und Westfassade dieses Gebäudes von um 1904 wurde der alte Putz abgeschlagen und durch einen Wärmedämmputz mit reinweißem Anstrich ersetzt. Fensterstürze, Dachabdichtungen, Fensterrahmen wurden überarbeitet und die Fensterbänke erneuert. Die beweglichen Fensterflügel wurden herausgenommen, tischlermäßig überarbeitet und lackiert.

Zudem war der Umbau des vorgelagerten Anbaus von 1951 aufgrund von Nässeschäden dringend notwendig. Die innenliegende Dachentwässerung des Flachdaches wurde erneuert, dafür wurde das Bestandsdach aufgenommen und in der oberen Abdeckung eingekürzt. Im unteren Bereich wurde die Bestandsrinne abgerissen und durch eine große Entwässerungsfläche mit neuen Einläufen und Anschlüssen an die Regenrohre ausgeführt.

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2013-14 Haus 24: Dachdeckung / Haus 4: Dachbodendämmung

Auf dem Dach von Haus 24 wurde die alte Dachdeckung entfernt, sie bestand aus einer mit Wasser vollgesogenen Korkschicht, die als bauzeitliche Dämmschicht mit Teerverunreinigungen belastet war. Die neue Deckung wurde auf eine Dämmschicht nach EnEV aus belastbaren EPS-Platten aufgebracht. Die energetische Situation des Hauses konnte deutlich verbessert werden. Der angrenzende, zur Zeit nicht nutzbare Dachboden von Haus 4 wurde mit Mineralwolle gedämmt. Nachdem auch Haus 4 seit dem Jahreswechsel 2013/14 eine gedämmte Fassade hat, konnte so der Wärmeverlust durch das Dach minimiert werden.

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2013-15 Haus 24/23: Raumumbau, Belichtung und Dachterrasse

Die Sanierung des vormals „dunklen Raums“ im 1. Stock von Haus 24 im Übergang zu Haus 23 (beide von 1958) wurde notwendig, um die unbelichtete Einheit als vollwertigen Raum nutzbar zu machen. Nach umfangreichen Abrissarbeiten im Innenraum und einer fachgerechten Sanierung des Fußbodens wurden neue Fensteröffnungen in der seit der Bauzeit zugemauerten Brüstung der Rasterfassade hergestellt. Gleichzeitig wurde ein 4 x 4,5 qm großer Ausschnitt des so genannten „Notdachs“ des vorgelagerten Haus 23 abgerissen, um einen Terrassenausschnitt herzustellen. Die neu installierte Fensteranlage erhielt eine denkmalrechtliche Genehmigung. Sie besteht aus einem vorgelagerten Fassadenelement aus Aluminium, das die Rasterstruktur der ursprünglichen Stahlbetonrippenfassade aufnimmt. Das neue Element sitzt außen vor der Bestandsfassade, so dass die ursprüngliche Konstruktion in den Innenraum verspringt. Im Innenraum wurde die ursprüngliche Fassadenstruktur freigelegt und mit zusätzlichen Stahlstützen verstärkt. Der Putz wurde überarbeitet, die Elektrik erneuert, in einem Nebenraum eine neue Toilette und eine kleine Teeküche angelegt. Auf der Terrasse wurde eine Dachdeckung und auf den umlaufenden Wänden ein Wärmedämmverbundsystem angebracht.

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2014-15 Haus 24 1. OG: Innenumbau und neue WC-Anlage

Die Grundsanierung dieses Stockwerks umfasste den Abriss und Neubau aller Unterdecken und Trennwände, da diese nicht den aktuellen Brandschutzbestimmungen genügten. Die Grundrisse wurden optimiert, die Elektrik sortiert und neu verlegt, neue Raumtüren gestellt. Die notwendige Sanierung der asbesthaltigen Bodenplatten wurde professionell ausgeführt und ein dem Originalbestand sehr ähnlicher neuer Fußboden aus schwarzer PVC-Plattenware verlegt. Die veraltete WC-Anlage dieser Einheit wurde komplett erneuert und eine optimierte Situation mit getrennten Damen- und Herren-Toiletten und einer kleinen Teeküche nach heutigen Standards hergestellt.

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2014-15 Haus 4: Foyer am Aufgang 1 und Erdgeschoss

Der kleinteilige und umfangreiche Umbau des Foyers im Aufgang 1 wurde bisher teilweise ausgeführt, der Umbau der südlich angrenzenden Mieteinheiten konnte bereits abgeschlossen werden. Hier wurde eine neue Brandschutzunterdecke gegen die aufsteigende Fassade und das Ersetzen alter Leichtbauwände zwischen Fluren und Mieteinheiten notwendig um diesen Gebäudeteil auf heutigen Brandschutzstandart zu ertüchtigen. Die Grundrisse wurden optimiert, asbesthaltige Fußbodenplatten entfernt, die Elektrik wurde erneuert. Im hinteren Teil des Foyers ist eine behindertengerechte Toilette eingebaut worden, die mit einem European disabled toilet key ausgestattet ist. Ziel der Neustrukturierung des Foyers, die erst im Zuge kommender Baumaßnahmen abgeschlossen werden kann, ist eine übersichtlichere Eingangssituation und eine bessere Erreichbarkeit.

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2017-18 Haus 22: Denkmalgerechte Fassadensanierung

Die Maßnahmen an Haus 22 dienten zur Wiederherstellung des scharfkantigen kubischen Charakters des Gebäudes sowie seiner energetischen Verbesserung. Die Betonflächen der Fassade wurden auf Schädigungen untersucht und saniert, lose und brüchige Stellen abgeschlagen, Bewehrungseisen saniert und falls erforderlich ergänzt, Korrosionsschutz, Haftbrücke und eine neue Betonüberdeckung aus Spritzbeton aufgetragen. Auf die sanierten Flächen wurde dann eine minimale Wärmedämmung aus Resolhartschaumplatten mit einer Schichtstärke von maximal 40 mm aufgebracht. Insbesondere bei wandanschließenden Fenstern, Laibungen und hervorspringenden Kuben musste die Schichtstärke auf 0 bis 30 mm verringert werden, um das Erscheinungsbild nicht zu beeinflussen. Im Anschluss wurde eine Armierungsspachtelung und ein Edelfilzputz aufgebracht, der mit einem weißen Schlussanstrich versehen wurde.
Die Dächer über dem 4. OG und dem EG wurden ebenfalls saniert, dabei wurde die Bestandsabdichtung und bauzeitliche PAK-haltige Dämmung aufgenommen und durch hochdämmende Dämmplatten mit Bitumenabdichtung ersetzt. Die Attikahöhen mussten wegen des Dachaufbaus leicht erhöht werden, die Ansicht der Dachkante konnte jedoch in einem angemessenen Verhältnis zur Fassadendämmung gehalten werden.
Einen erhöhten Aufwand erforderte die denkmalgerechte Sanierung der filigranen Metallrahmen der größtenteils raumhohen Fensteranlagen aus den 50iger Jahren.
Alle Stahlrahmen wurden entrostet, gerichtet, durchgerostete Profilteile ersetzt, die Flügel gang- und schließbar gemacht und anschließend innen Weiß und außen im Farbton Eisengrau lackiert.

 

2017-2018 Haus 24 Keller: Einbau von 16 Musikerproberäumen

Zur langfristigen Absicherung der Nutzung und Etablierung eines professionellen Musikerkellers wurde eine komplette Neuplanung, die die Anforderungen an Entrauchung, Brandschutz und Schallschutz erfüllt, umgesetzt. Entsprechend einer neuen Grundrissplanung wurden 16 neue Proberäume mit 20 bis 38 qm um einen neuen umlaufenden Flur erstellt. Der Rohbau erfolgte in KS-Plansteinmauerwerk, zur Minderung der Schallübertragung wurden Anschlüsse an Stützen und Decken mit einem nichtbrennbaren Dämmstoff ausgeführt. Um die zulässige Länge der Fluchtwege nicht zu überschreiten, ist ein zweiter Flur und Ausgang Richtung Bornemannstraße gebaut worden. Dafür wurde eine zusätzliche Betontreppe errichtet, die an das Bestandstreppenhaus über einen Wanddurchbruch anschließt. Schalldämmende Türen und Beleuchtung sind eingebaut und jeder Raum mit einer Grundausstattung an Elektrik ausgestattet worden. Eine schallgedämpfte Lüftungs- und Entrauchungsanlage wurde installiert, die alle Räume mit raumweise getrennt regelbarer Zu- und Abluft versorgt.

 

2017-2018 Haus 25: Denkmalgerechte Betonsanierung

Ziel der Sanierung des Hauses 25 ist der Erhalt des heutigen, denkmalgeschützten Erscheinungsbildes mit der groben, schalungsrauen Betonoberfläche bei energetischer Verbesserung. Die Fassaden des Gebäudes wiesen je nach Orientierung unterschiedliche Schädigungsgrade auf. Das Sanierungskonzept sah vor, die Fassaden entsprechend ihres Schädigungsgrades unterschiedlich stark zu bearbeiten. Eine genaue Bestandsaufnahme der Fassade auf nicht tragfähige Teilflächen wurde vorgenommen und die Schäden kartiert. Zur Wiederherstellung der Fassadenflächen sind zwei Sanierungsmethoden entwickelt worden und zur Anwendung gekommen:

1. Große zusammenhängende Flächen mit starkem Schädigungsgrad: Die Flächen wurden ausgestemmt und anschließend mit einer neuen Schicht Ortbeton, dessen Rezeptur auf den Bestandsbeton abgestimmt war, wieder geschlossen. Alle neu zu betonierenden Flächen sind mit rauer Bretterschalung hergestellt worden. Orientiert hat man sich dabei an den Bestandsflächen, dem Verlauf und der Breite der alten Schalbretter. Um die erforderliche Betondeckung über der Bewehrung zu erreichen, mussten ca. 2 cm mehr Beton als im Bestand aufgebracht werden. Um Absätze in der Fassade zu vermeiden, wurden mit dieser Technik nur große, zusammenhängende Flächen, die in der Regel durch Gebäudekanten begrenzt sind, saniert. Anschließend wurde partiell eine Lasur aufgebracht, um den farblichen Anschluss an die Umgebung herzustellen.

2. Kleinteilige Schädigungen: Die geschädigten Flächen wurden ausgestemmt und mit einem Betonsanierungssystem geschlossen und anschließend reprofiliert. Der Farbton des Sanierungssystems ist der Färbung des Bestandsbetons angepasst worden. Struktur und Verlauf der Reprofilierung orientiert sich am vorhandenen Schalungsbild, die Flächen wurden bündig mit den Bestandsflächen geschlossen. Diese Technik wurde für kleine, begrenzte Schäden in Bestandsflächen angewendet. Bei Bedarf ist auch hier partiell eine Lasur aufgebracht worden, um den farblichen Anschluss an die Umgebung herzustellen.
Zum Abschluss wurde die gesamte Betonoberfläche des Gebäudes hydrophobiert.

Im Falle der stark verwitterten Westfassade wurden lose und hohl liegende Betonschichten bis hinter die Karbonatisierungsgrenze entfernt, die Bewehrung entrostet, gegebenenfalls ergänzt und korrosionsgeschützt. Der gesamte obere Teil der Fassade ab dem 3. OG einschließlich aller Auskragungen wurde abschnittsweise neu eingeschalt und eine neue Betonschicht eingebracht. Im unteren Bereich sind Schadstellen partiell saniert und reprofiliert worden.
Besonders der Erker wies große Schäden auf, die Stütze wurde komplett neu wiederhergestellt. Wegen sehr hoher Schädigungen an der auskragenden Decke des Erkers aufgrund von jahrelangem Wassereintrag ist eine zusätzliche Rückverankerung in die tragende Wandscheibe oberhalb des 3. OGs notwendig geworden. Die Nord- und Südfassade wiesen einen mittleren Schädigungsgrad auf. Attika und Brüstungen in den oberen Etagen wurden vollständig abgestemmt und neu vorbetoniert. Kleine geschädigte Flächen sind mit einem Betonsanierungssystem geschlossen und reprofiliert worden. Die Ostfassade wies am wenigsten Schadstellen auf, die kleinteilig wiederhergestellt werden konnten.

Ähnlich wie bei Haus 22 erforderte auch hier die denkmalgerechte Sanierung der filigranen Metallrahmenfenster aus den 50iger Jahren einen erhöhten Aufwand. Alle Stahlrahmen wurden ausgeglast, entrostet, gerichtet, durchgerostete Profilteile ersetzt, die Flügel gang- und schließbar gemacht und anschließend innen Weiß und außen im Farbton Eisengrau lackiert. Das Westfenster im Erker des 3. OGs war sehr stark beschädigt und wurde komplett demontiert. Der Neubau des Elements aus thermisch getrennten Stahlprofilen und Festverglasung in Anlehnung an bauzeitliche Planungen wird derzeit fertiggestellt.

Im Inneren des Eckturms wurden in allen fünf Stockwerken die nicht-bauzeitlichen Trennwände und Toilettenanlagen abgerissen und entsorgt, um die ursprünglichen Grundrisse wiederherzustellen. Die Etagen erhielten einen zeitgemäßen Innenausbau mit WC-Boxen und einem Anschluss für eine Teeküche, Wasser, Abwasser, Lüftung und Elektrik komplett neu verlegt und die Einheiten gemäß dem Brandschutzkonzept ertüchtigt.

 

2017 Haus 11: Umbau Dach, Umbau Kantine und angrenzende Mieteinheit

Ab März 2017 wurde das Dach des eingeschossigen Gebäudes umgebaut und im hinteren Bereich ein Oberlicht eingesetzt. Zur Erneuerung der innenliegenden Dachentwässerung wurde das Bestandsdach aufgenommen und in der oberen Abdeckung eingekürzt und dabei die Dachdämmung stark verbessert. Der Umbau der Kantine und die Abtrennung einer vermietbaren Fläche im hinteren Teil des Gebäudes startete im April 2017. Die Wiedereröffnung der Kantine fand Mitte Juli statt. In dem vorderen, der Kantine zugehörigen Teil wurden von fri möbel und häuser nach Plänen von Johannes Dziadek die Neuorganisation der gesamten Wirtschaftsräume der Kantine, des Tresens und des hinteren Gastraumes umgesetzt. Küche, Spülküche, Lager, Umkleide und Angestellten-WC wurden in einem teilweise zweigeschossigen, kubusartigen Einbau mit unterschiedlich farbigen Oberflächen und Materialien ausgeführt.

 

2010-18 In allen Häusern wurden schrittweise – bevorzugt bei Mieterwechseln – weitere Fußbodensanierungen, Grundrissänderungen, Fenstersanierungen, die Erneuerung oder Ertüchtigungen von Sanitäranlagen, der Elektrik und die schrittweise Umsetzung des Brandschutzkonzepts für einen zeitgemäßen Brandschutz durchgeführt.