Baumaßnahmen 2009-2025
In den zurückliegenden Jahren haben wir das Gelände umfassend saniert. Hier ein Eindruck von den Bauabläufen.
2008-09 Haus 11: Einbau der Kantine
In dem Flachbau aus den frühen 1950er Jahren, links neben der Einfahrt gelegen, eröffnete im Juli 2009 die ExRotaprint Kantine und wurde schnell zu einem Herzstück des Projektes. Der Umbau und die Einrichtung der Kantine wurde mit Überschüssen aus unseren ersten Mieteinnahmen finanziert.

2009-10 Haus 2: Fassadensanierung und Fenster
Das Gebäude von 1904 mit einer modernen Überarbeitung aus den 1950er Jahren wurde in Absprache mit dem Denkmalschutz umfassend saniert und auf einen zeitgemäßen energetischen Standard ertüchtigt. Die nach Norden und Westen ausgerichteten Brandwände wurden mit einem Wärmedämmverbundsystem versehen. Die Hoffassade erhielt einen Dämmputz mit abschließendem Feinputz und reinweißem Anstrich. Alle Dachrandabschlüsse wurden saniert. Die originalen Holzeinfachfenster wurden durch Holzisolierglasfenster mit entsprechenden sehr schlanken, grau lackierten Profilen ersetzt. Das ursprüngliche Erscheinungsbild aus den 1950er Jahren wurde so wiederhergestellt.

2010-11 Haus 17 und 18: Dächer, Dachaufbauten und Innenausbau
Die Wellasbestdächer der Gebäude wurden in zwei Bauabschnitten entfernt und durch eine Konstruktion aus Trapezblech und Wärmedämmung mit einer Deckung aus Aluminiumblechscharen (System Kalzip) ersetzt. Auf dem straßenseitigen Teil, Haus 17, wurden drei weithin sichtbare Oberlichtaufbauten – verkleidet mit dunklen Blechpaneelen – als neue Belichtung eingesetzt. In Absprache mit dem Denkmalamt konnte auf dem hofseitigen Teil, Haus 18, ein Eingriff in das denkmalgeschützte Ensemble realisiert werden, der über den reinen Erhalt des Baudenkmals hinausgeht. Der Sheddach artige Aufbau ist eine Holzrahmenkonstruktion mit seitlichen Blechpaneelen und verglaster Fassade. Er umfasst zwei Dachbüros, die durch innen liegende Treppen aus den Werkstätten erschlossen werden. Der flache Teil des Sheds ist ein Oberlicht für den hinteren Teil der Werkstatt im Erdgeschoss. Die Dachterrasse wird von beiden Mieteinheiten gemeinsam genutzt. Der Innenausbau der Hallen wurde komplett neu gestaltet, Fußböden, Heizungen, Elektrik und Sanitäranlagen ergänzt oder erneuert und Grundrisse den Bedürfnissen der heutigen Nutzungen angepasst. Im Zuge dieser Sanierungsarbeiten wurde auch der überdachte ehemalige Pförtnerbereich neu gestaltet und ein Leitsystem installiert.

2010 Haus 24 4. OG: Innenumbau und Fußbodensanierung
Zahlreiche Innenräume wurden durch Abriss und neue Trennwände den geänderten Bedürfnissen der Nutzer angepasst. Dabei wurden die Elektroinstallation der vergangenen 50 Jahre zurückgebaut, auf das notwendige beschränkt und modernisiert und gesundheitsschädliche Baustoffe im Gebäude beseitigt.

2009-12 Haus 6: Entkernung und Neubau von 10 Wohnungen
Das kleine Hinterhaus vom Anfang des 20. Jahrhundert stand mindestens 15 Jahre leer und ist auf dem Gewerbehof ExRotaprint als Wohngebäude ein Sonderfall. Es wurde vollständig von Taubenkot gereinigt, anschließend entkernt und nach einer Holzbalkensanierung mit neuen Grundrissen weitergebaut. Der Holzdielenfußboden wurde ergänzt, Trockenbauwände gezogen, Elektrik, Sanitär und Heizung neu eingebaut, Türen und Fenster überarbeitet. Es sind 8 Ein-Zimmer-Wohnungen mit Duschbad und offener Küchenzeile entstanden, zwei davon werden als Gästewohnungen temporär vermietet. Zwei zusätzliche Einheiten wurden mit angrenzenden Ateliers zu Atelierwohnungen zusammengelegt. Die kaum nutzbaren Balkons in den linken Wohnungen wurden verglast, der gewonnene Raum den Wohnungen zugeschlagen und im obersten Stockwerk mit einem neuen Dach versehen. Diese Hälfte der Hoffassade wurde mit einem Wärmedämmverbundsystem versehen und schwarzblauviolett gestrichen. Das Treppenhaus wurde malermäßig behutsam in der alten Farbgebung wiederhergestellt.

2010-11 Haus 1: Dach- und Fußbodensanierung
Das Gebäude von 1956 hatte eine Dachdeckung aus Wellasbest mit einer Aufdachdämmung aus aufgespritzten und mittlerweile stark verwittertem Polyurethan-Schaum, die dringend beseitigt werden musste. Die asbesthaltige Dachdeckung wurde vorsichtig abgebrochen und fachgerecht entsorgt. Entsprechend dem für Haus 17/18 erarbeiteten und beauftragten Dachsystem wurde eine Dachdeckung aus Aluminiumblechscharen mit einer zeitgemäßen Wärmedämmung (System Kalzip) ausgeführt. Zeitgleich wurden im Innenraum an mehreren Stellen schadstoffhaltige Fußböden, Decken und Rohrleitungen beseitigt. In einem Teil des 1. OG wurden neue Unterrichtsräume hergestellt. Um den Schulbetrieb in dem Gebäude möglichst wenig zu stören, wurden die lärmintensiven Maßnahmen in den Sommerferien ausgeführt.

2010-11 Haus 4: Fassade und Fenster (Süd)
Die Südfassade des Gewerbegebäudes von um 1904 wurde einheitlich im Stil der 1950er-Jahre-Überarbeitung wiederhergestellt. Die verwitterten Einfachfenster wurden gegen großformatige Holzisolierglasfenster ausgetauscht. Je nach Schädigungsgrad wurden die Stahlträger über den Fenstern ausgetauscht oder frei gestemmt und das Mauerwerk saniert. Die Fassade wurde von uns selbst malermäßig behutsam überarbeitet um den alten Eindruck einer weiß getünchten Backsteinfassade zu erhalten. Die westliche Brandwand wurde saniert und mit einem Wärmedämmverbundsystem versehen. Der südliche, 5-geschossige Ergänzungsbau aus den 1950 Jahren wurde zur energetischen Verbesserung mit einem dünnen, hochdämmenden Wärmedämmverbundsystem bekleidet, um das durch geringe Laibungstiefen bestimmte Erscheinungsbild erhalten. Die Stahlfenster mit Einfachglas dieses Gebäudeteils wurden denkmalgerecht saniert und durch Einbau von Isolierglas energetisch verbessert.
Zeitgleich wurden zahlreiche Innenräume durch Abriss und neue Trennwände den geänderten Bedürfnissen der Nutzer angepasst.

2011-12 Haus 3: Dachdeckung, Oberlichter und Innenumbau
Die einstöckige Werkstatthalle mit 470 qm Nutzfläche wurde grundsaniert. Alte Unterdecken und überflüssige Leitungen wurden entfernt, die an die Häuser 1 und 4 angrenzende Decken wurden brandschutztechnisch ertüchtigt. Die vorhandenen großen Oberlichter aus Stahl mussten durch eine von der Kubatur her baugleiche Konstruktion aus Holz und Dreifachstegplatten ersetzt werden, um den heutigen Ansprüchen an die Wärmedämmung zu genügen. Auf dem Dach wurde eine neue Wärmedämmschicht entsprechend der Energieeinsparverordnung aufgebracht und die Abdichtung und die Anschlüsse aus Zinkblech an aufgehende Bauteile erneuert. Die Halle bekam einen neuen weißen Fassadenanstrich. In Absprache mit dem bezirklichen Denkmalschutz wurde die Fassade durch eine weitere Tür ergänzt. Zusammen mit der Planung einer brandschutzrechtlich notwendigen Brandwand in der Mitte der Halle wurde so die getrennte Vermietung an zwei Handwerksbetriebe möglich.

2011-12 Haus 4: Umbau des Aufgang 2
Zur Herstellung einer attraktiveren Eingangssituation wurde beim Denkmalschutz die Verlegung des Eingangs für den Aufgang 2 beantragt und bewilligt. Auch hier wurde der asbesthaltige Fußboden beseitigt und nicht tragende Wände abgerissen. Das Dach des einstöckigen Anbaus von 1951 wurde saniert, um die andauernden Nässeschäden der innenliegenden Entwässerung zu beenden. Der neue Eingang sowie die angrenzenden Mietflächen wurden mit Brandschutzunterdecken zur Abschottung gegenüber der aufsteigenden Hausfassade ausgestattet. Der Aufgang 2 hat eine neue Eingangstür aus Stahl sowie einen Fußbodenbelag aus schwarzer PVC-Plattenware bekommen. Durch die Grundrissänderung sind zwei neue Mieteinheiten entstanden. Der neue Werkstattraum rechts des Aufgangs wurde der Werkstatt in der angrenzenden Halle 3 zugeschlagen. Diese Einheit bekam in Absprache mit dem Denkmalamt eine neue Hoftür, mit einem seitlich horizontal liegenden Fenster.

2011-13 Haus 1: Fassaden- und Fenstersanierung, Innenausbau
Die Hoffassade des Gebäudes wurde saniert und denkmalgerecht in der originalen Farbgebung aus den 1950er Jahren wiederhergestellt. Der schadhafte Putz wurde abgeschlagen, Risse verspachtelt, Leitungen unter Putz gelegt. Die massiv wirkende Rahmung des großen Glasfensters im 1.OG wurde besonders behandelt, die Laibungen gedämmt und eine gleichmäßige umlaufende Form hergestellt. Die zurückspringenden Flächen wurden nach restauratorischem Farbbefund grau, die Fläche unter der Rahmung weiß und die massive Rahmung rot gestrichen. Alle Stahlfenster wurden überarbeitet und lackiert. Die große Fensteranlage aus Aluminium im 1. OG wurde konstruktiv überarbeitet, gesäubert und die Schließmechanismen erneuert, der Stahlträger unterhalb der Anlage musste ausgetauscht werden. Mit Ausnahme der obersten Reihe wurden alle Glasscheiben gegen VSG-Isolierverglasung ausgetauscht. Das große zentral gelegene Südfenster mit Stahlrahmung wurde ebenfalls komplett saniert. Alle Scheiben wurden durch VSG- Isolierverglasung ersetzt, die Anlage technisch überarbeitet und neu lackiert.
In den Winterferien 2011 erfolgte der Abriss des asbesthaltigen Fußbodenbelags in der zukünftigen „Glaskiste“, dem Projektraum im 1. OG. Da sich die Fußbodenbeläge nicht ohne große Schadstofffreisetzung von dem bestehenden Gussasphalt trennen ließen, musste dieser mit entfernt werden. Für den Wiederaufbau des Fußbodens wurde Gussasphalt mit einem Belag aus PVC-Platten, die den ursprünglichen 1950er Jahre Flex-Platten sehr ähneln, gewählt. Heizungen wurden erneuert und mit Bänken mit einer Sitzfläche aus Holzbohlen überbaut, die Elektrik wurde erneuert. Weitere denkmalgerechte Innenmaßnahmen waren die Überarbeitung und Wiederherstellung der Glas-Trennwände in den Originalfarben Gelb und Schwarz, die Wiederherstellung der alten Unterdecke und die Renovierung aller alten Oberflächen. Anschließend wurde der Raum mit professioneller Veranstaltungstechnik und Verdunkelung ausgestattet, um als Projektraum genutzt werden zu können.


2013-14 Haus 4: Fassade und Fenster (Nord), Dachentwässerung
Für die Sanierung und energetische Verbesserung der Nord- und Westfassade dieses Gebäudes von um 1904 wurde der alte Putz abgeschlagen und durch einen Wärmedämmputz mit reinweißem Anstrich ersetzt. Fensterstürze, Dachabdichtungen, Fensterrahmen wurden überarbeitet und die Fensterbänke erneuert. Die beweglichen Fensterflügel wurden herausgenommen, tischlermäßig überarbeitet und lackiert.
Zudem war der Umbau des vorgelagerten Anbaus von 1951 aufgrund von Nässeschäden dringend notwendig. Die innenliegende Dachentwässerung des Flachdaches wurde erneuert, dafür wurde das Bestandsdach aufgenommen und in der oberen Abdeckung eingekürzt. Im unteren Bereich wurde die Bestandsrinne abgerissen und durch eine große Entwässerungsfläche mit neuen Einläufen und Anschlüssen an die Regenrohre ausgeführt.

2013-14 Haus 24: Dachdeckung / Haus 4: Dachbodendämmung
Auf dem Dach von Haus 24 wurde die alte Dachdeckung entfernt, sie bestand aus einer mit Wasser vollgesogenen Korkschicht, die als bauzeitliche Dämmschicht mit Teerverunreinigungen belastet war. Die neue Deckung wurde auf eine Dämmschicht nach EnEV aus belastbaren EPS-Platten aufgebracht. Die energetische Situation des Hauses konnte deutlich verbessert werden. Der angrenzende, zur Zeit nicht nutzbare Dachboden von Haus 4 wurde mit Mineralwolle gedämmt. Nachdem auch Haus 4 seit dem Jahreswechsel 2013/14 eine gedämmte Fassade hat, konnte so der Wärmeverlust durch das Dach minimiert werden.

2013-15 Haus 24/23: Raumumbau, Belichtung und Dachterrasse
Die Sanierung des vormals „dunklen Raums“ im 1. Stock von Haus 24 im Übergang zu Haus 23 (beide von 1958) wurde notwendig, um die unbelichtete Einheit als vollwertigen Raum nutzbar zu machen. Nach umfangreichen Abrissarbeiten im Innenraum und einer fachgerechten Sanierung des Fußbodens wurden neue Fensteröffnungen in der seit der Bauzeit zugemauerten Brüstung der Rasterfassade hergestellt. Gleichzeitig wurde ein 4 x 4,5 qm großer Ausschnitt des so genannten „Notdachs“ des vorgelagerten Haus 23 abgerissen, um einen Terrassenausschnitt herzustellen. Die neu installierte Fensteranlage erhielt eine denkmalrechtliche Genehmigung. Sie besteht aus einem vorgelagerten Fassadenelement aus Aluminium, das die Rasterstruktur der ursprünglichen Stahlbetonrippenfassade aufnimmt. Das neue Element sitzt außen vor der Bestandsfassade, so dass die ursprüngliche Konstruktion in den Innenraum verspringt. Im Innenraum wurde die ursprüngliche Fassadenstruktur freigelegt und mit zusätzlichen Stahlstützen verstärkt. Der Putz wurde überarbeitet, die Elektrik erneuert, in einem Nebenraum eine neue Toilette und eine kleine Teeküche angelegt. Auf der Terrasse wurde eine Dachdeckung und auf den umlaufenden Wänden ein Wärmedämmverbundsystem angebracht.

2014-15 Haus 24 1. OG: Innenumbau und neue WC-Anlage
Die Grundsanierung dieses Stockwerks umfasste den Abriss und Neubau aller Unterdecken und Trennwände, da diese nicht den aktuellen Brandschutzbestimmungen genügten. Die Grundrisse wurden optimiert, die Elektrik sortiert und neu verlegt, neue Raumtüren gestellt. Die notwendige Sanierung der asbesthaltigen Bodenplatten wurde professionell ausgeführt und ein dem Originalbestand sehr ähnlicher neuer Fußboden aus schwarzer PVC-Plattenware verlegt. Die veraltete WC-Anlage dieser Einheit wurde komplett erneuert und eine optimierte Situation mit getrennten Damen- und Herren-Toiletten und einer kleinen Teeküche nach heutigen Standards hergestellt.

2014-15 Haus 4: Foyer am Aufgang 1 und Erdgeschoss
Der kleinteilige und umfangreiche Umbau des Foyers im Aufgang 1 wurde bisher teilweise ausgeführt, der Umbau der südlich angrenzenden Mieteinheiten konnte bereits abgeschlossen werden. Hier wurde eine neue Brandschutzunterdecke gegen die aufsteigende Fassade und das Ersetzen alter Leichtbauwände zwischen Fluren und Mieteinheiten notwendig um diesen Gebäudeteil auf heutigen Brandschutzstandart zu ertüchtigen. Die Grundrisse wurden optimiert, asbesthaltige Fußbodenplatten entfernt, die Elektrik wurde erneuert. Im hinteren Teil des Foyers ist eine behindertengerechte Toilette eingebaut worden, die mit einem European disabled toilet key ausgestattet ist. Ziel der Neustrukturierung des Foyers, die erst im Zuge kommender Baumaßnahmen abgeschlossen werden kann, ist eine übersichtlichere Eingangssituation und eine bessere Erreichbarkeit.

2017 Haus 11: Umbau Dach, Umbau Kantine und angrenzende Mieteinheit
Ab März 2017 wurde das Dach des eingeschossigen Gebäudes umgebaut und im hinteren Bereich ein Oberlicht eingesetzt. Zur Erneuerung der innenliegenden Dachentwässerung wurde das Bestandsdach aufgenommen und in der oberen Abdeckung eingekürzt und dabei die Dachdämmung stark verbessert. Der Umbau der Kantine und die Abtrennung einer vermietbaren Fläche im hinteren Teil des Gebäudes startete im April 2017. Die Wiedereröffnung der Kantine fand Mitte Juli statt. In dem vorderen, der Kantine zugehörigen Teil wurden von fri möbel und häuser nach Plänen von Johannes Dziadek die Neuorganisation der gesamten Wirtschaftsräume der Kantine, des Tresens und des hinteren Gastraumes umgesetzt. Küche, Spülküche, Lager, Umkleide und Angestellten-WC wurden in einem teilweise zweigeschossigen, kubusartigen Einbau mit unterschiedlich farbigen Oberflächen und Materialien ausgeführt.
2017-19 Haus 22: Denkmalgerechte Fassadensanierung und Innenmaßnahmen
Die Maßnahmen an Haus 22 dienten zur Wiederherstellung des scharfkantigen kubischen Charakters des Gebäudes sowie seiner energetischen Verbesserung. Die Betonflächen der Fassade wurden auf Schädigungen untersucht und saniert, lose und brüchige Stellen abgeschlagen, Bewehrungseisen saniert und falls erforderlich ergänzt, Korrosionsschutz, Haftbrücke und eine neue Betonüberdeckung aus Spritzbeton aufgetragen. Auf die sanierten Flächen wurde dann eine minimale Wärmedämmung aus Resolhartschaumplatten mit einer Schichtstärke von maximal 40 mm aufgebracht. Insbesondere bei wandanschließenden Fenstern, Laibungen und hervorspringenden Kuben musste die Schichtstärke auf 0 bis 30 mm verringert werden, um das Erscheinungsbild nicht zu beeinflussen. Im Anschluss wurde eine Armierungsspachtelung und ein Edelfilzputz aufgebracht, der mit einem weißen Schlussanstrich versehen wurde.
Die Dächer über dem 4. OG und dem EG wurden ebenfalls saniert, dabei wurde die Bestandsabdichtung und bauzeitliche PAK-haltige Dämmung aufgenommen und durch hochdämmende Dämmplatten mit Bitumenabdichtung ersetzt. Die Attikahöhen mussten wegen des Dachaufbaus leicht erhöht werden, die Ansicht der Dachkante konnte jedoch in einem angemessenen Verhältnis zur Fassadendämmung gehalten werden.
Einen erhöhten Aufwand erforderte die denkmalgerechte Sanierung der filigranen Metallrahmen der größtenteils raumhohen Fensteranlagen aus den 50iger Jahren.
Alle Stahlrahmen wurden entrostet, gerichtet, durchgerostete Profilteile ersetzt, die Flügel gang- und schließbar gemacht und anschließend innen Weiß und außen im Farbton Eisengrau lackiert.
Die Sanierung der Fassaden und Fenster machte eine Vielzahl an Nebenarbeiten an Heizungen, Heizleitungen und Innenfensterbänken notwendig. Zahlreiche Spachtel- und Malerarbeiten wurden ausgeführt und Fußböden ergänzt. Eine Komplettsanierung wurde im 4. OG notwendig. Das oberste Stockwerk des Hauses war in sehr schlechtem Zustand, nachdem es über Jahrzehnte für die Aufstellung alter Druckausgleichsgefäße genutzt worden war. Der massive Schachtkopf des alten Aufzugs im hinteren Bereich wurde abgebrochen, eine Wand entfernt und Teile des Bodens abgestemmt. Die Elektrik wurde neu verlegt, Heizleitungen aus dem 3.OG verlängert und Heizkörper neu gesetzt. Maler- und Spachtelarbeiten wurden ausgeführt, eine neuer Fußboden sowie ein WC und Teeküche eingebaut. In den Schacht des demontierten Aufzugs wurden auf allen Etagen neue Deckenfelder eingezogen und die gewonnen kleinen Räume als Lagerflächen den Einheiten zugeschlagen.
2017-2019 Haus 24 Keller: Einbau von 16 Musikerproberäumen
Zur langfristigen Absicherung der Nutzung und Etablierung eines professionellen Musikerkellers wurde eine komplette Neuplanung, die die Anforderungen an Entrauchung, Brandschutz und Schallschutz erfüllt, umgesetzt. Entsprechend einer neuen Grundrissplanung wurden 16 neue Proberäume mit 20 bis 38 qm um einen neuen umlaufenden Flur erstellt. Der Rohbau erfolgte in KS-Plansteinmauerwerk, zur Minderung der Schallübertragung wurden Anschlüsse an Stützen und Decken mit einem nichtbrennbaren Dämmstoff ausgeführt. Um die zulässige Länge der Fluchtwege nicht zu überschreiten, ist ein zweiter Flur und Ausgang Richtung Bornemannstraße gebaut worden. Dafür wurde eine zusätzliche Betontreppe errichtet, die an das Bestandstreppenhaus über einen Wanddurchbruch anschließt. Schalldämmende Türen und Beleuchtung sind eingebaut und jeder Raum mit einer Grundausstattung an Elektrik ausgestattet worden. Eine schallgedämpfte Lüftungs- und Entrauchungsanlage wurde installiert und gemäß Brandschutzkonzept eingehaust, die alle Räume mit raumweise getrennt regelbarer Zu- und Abluft versorgt. Neue WC Anlagen mit Hebeanlage wurden eingebaut. An den Eingängen und in den Fluren des Musikerkellers wurden neue Brandschutztüren und eine Brandmeldeanlage, die den gesamten Keller überwacht, installiert. Um die Schallschutzqualität weiter zu verbessern, sind zusätzliche Vorsatzschalen verbaut, Löcher mit Dämmwolle gestopft und Wände verspachtelt worden. Alle Wände bekamen farbige Anstriche.
2017-2019 Haus 25: Denkmalgerechte Betonsanierung und Innensanierung
Ziel der Sanierung des Hauses 25 ist der Erhalt des heutigen, denkmalgeschützten Erscheinungsbildes mit der groben, schalungsrauen Betonoberfläche bei energetischer Verbesserung. Die Fassaden des Gebäudes wiesen je nach Orientierung unterschiedliche Schädigungsgrade auf. Das Sanierungskonzept sah vor, die Fassaden entsprechend ihres Schädigungsgrades unterschiedlich stark zu bearbeiten. Eine genaue Bestandsaufnahme der Fassade auf nicht tragfähige Teilflächen wurde vorgenommen und die Schäden kartiert. Zur Wiederherstellung der Fassadenflächen sind zwei Sanierungsmethoden entwickelt worden und zur Anwendung gekommen:
1. Große zusammenhängende Flächen mit starkem Schädigungsgrad: Die Flächen wurden ausgestemmt und anschließend mit einer neuen Schicht Ortbeton, dessen Rezeptur auf den Bestandsbeton abgestimmt war, wieder geschlossen. Alle neu zu betonierenden Flächen sind mit rauer Bretterschalung hergestellt worden. Orientiert hat man sich dabei an den Bestandsflächen, dem Verlauf und der Breite der alten Schalbretter. Um die erforderliche Betondeckung über der Bewehrung zu erreichen, mussten ca. 2 cm mehr Beton als im Bestand aufgebracht werden. Um Absätze in der Fassade zu vermeiden, wurden mit dieser Technik nur große, zusammenhängende Flächen, die in der Regel durch Gebäudekanten begrenzt sind, saniert. Anschließend wurde partiell eine Lasur aufgebracht, um den farblichen Anschluss an die Umgebung herzustellen.
2. Kleinteilige Schädigungen: Die geschädigten Flächen wurden ausgestemmt und mit einem Betonsanierungssystem geschlossen und anschließend reprofiliert. Der Farbton des Sanierungssystems ist der Färbung des Bestandsbetons angepasst worden. Struktur und Verlauf der Reprofilierung orientiert sich am vorhandenen Schalungsbild, die Flächen wurden bündig mit den Bestandsflächen geschlossen. Diese Technik wurde für kleine, begrenzte Schäden in Bestandsflächen angewendet. Bei Bedarf ist auch hier partiell eine Lasur aufgebracht worden, um den farblichen Anschluss an die Umgebung herzustellen.
Zum Abschluss wurde die gesamte Betonoberfläche des Gebäudes hydrophobiert.
Im Falle der stark verwitterten Westfassade wurden lose und hohl liegende Betonschichten bis hinter die Karbonatisierungsgrenze entfernt, die Bewehrung entrostet, gegebenenfalls ergänzt und korrosionsgeschützt. Der gesamte obere Teil der Fassade ab dem 3. OG einschließlich aller Auskragungen wurde abschnittsweise neu eingeschalt und eine neue Betonschicht eingebracht. Im unteren Bereich sind Schadstellen partiell saniert und reprofiliert worden.
Besonders der Erker wies große Schäden auf, die Stütze wurde komplett neu wiederhergestellt. Wegen sehr hoher Schädigungen an der auskragenden Decke des Erkers aufgrund von jahrelangem Wassereintrag ist eine zusätzliche Rückverankerung in die tragende Wandscheibe oberhalb des 3. OGs notwendig geworden. Die Nord- und Südfassade wiesen einen mittleren Schädigungsgrad auf. Attika und Brüstungen in den oberen Etagen wurden vollständig abgestemmt und neu vorbetoniert. Kleine geschädigte Flächen sind mit einem Betonsanierungssystem geschlossen und reprofiliert worden. Die Ostfassade wies am wenigsten Schadstellen auf, die kleinteilig wiederhergestellt werden konnten.
Ähnlich wie bei Haus 22 erforderte auch hier die denkmalgerechte Sanierung der filigranen Metallrahmenfenster aus den 50iger Jahren einen erhöhten Aufwand. Alle Stahlrahmen wurden ausgeglast, entrostet, gerichtet, durchgerostete Profilteile ersetzt, die Flügel gang- und schließbar gemacht und anschließend innen Weiß und außen im Farbton Eisengrau lackiert. Das Westfenster im Erker des 3. OGs war sehr stark beschädigt, wurde komplett demontiert und aus thermisch getrennten Stahlprofilen und Festverglasung in Anlehnung an bauzeitliche Planungen neu hergestellt.
Im Inneren des Eckturms wurden in allen fünf Stockwerken die nicht-bauzeitlichen Trennwände und Toilettenanlagen abgerissen und entsorgt, um die ursprünglichen Grundrisse wiederherzustellen. Ein neuer Strang für Wasser, Abwasser, Lüftung und Elektrik wurde gelegt. Die einzelnen Etagen erhielten einen zeitgemäßen Innenausbau mit Toiletten und Teeküchen. Wände wurden neu gestrichen, Elektrik neu verlegt, ein neuer schwarzer PVC Bodenbelag gemäß des Originalbestands sowie neue raumlange Lichtschienen eingebaut. Heizungen wurde teilweise nachgerüstet. Die optisch sehr ansprechenden Kassettendecken wurden mit einer speziellen Brandschutzbeschichtung behandelt, so dass das Einziehen von Brandschutzunterdecken aus Gipskarton vermieden werden konnte.
2022-23 Haus 24: Denkmalgerechte Fassaden- und Innensanierung
Schwerpunkt der aufwendigen und kostenintensiven Maßnahme war die Sanierung der Rasterfassade von 1958 mit ihren schalungsrauen Betonteilen, den vorgelagerten filigranen Betonstützen und den insgesamt 84 raumhohen Fensterelementen aus Stahlwalzprofilen. Bei der Betonsanierung wurde dasselbe Vorgehen wie bei Haus 25 angewendet. Die asbestbelasteten Brüstungselemente und Fensterbretter wurden fachgerecht demontiert und entsorgt, Fehlstellen im Beton abgeschlagen und der Bestand vorsichtig gesäubert. Die Attika und die linke obere Seite wurden komplett neu vorgeschalt und eine neue Schicht Ortbeton eingebracht. Sehr viele kleinteilige Fehlstellen an den Betonankern, den senkrechten Stützen und Deckenanschlüssen wurden freigestemmt, der korrodierte Stahl gesäubert, Korrosionsschutz aufgetragen und mit angepasstem Beton verfüllt. Die gesamte Betonstruktur wurde mit gleicher Lasur wie an Haus 25 versehen und anschließend hydrophobiert. Neue anthrazitfarbene Fensterbänke wurden eingebaut, der Dachstreifen vor der Attika neu gedeckt und mit einem Abschluss aus Zinkblech versehen.
Für die Sanierung der raumhohen Fensteranlagen mussten alle Heizkörper abgenommen und Leitungen zurückgebaut werden. Der alte Lack wurde heruntergeschliffen oder glattgeschliffen, Oberlichter und Halterahmen für die Brüstungselemente ausgebaut und überarbeitet, Fenstergriffe von Altfarben befreit. Im 3. und 4. OG mussten durchgerostete Fensterschenkel und Steinanker entfernt und neue eingeschweißt werden. Wie in Haus 25 wurde auch in Haus 24 der neue Anstrich Innen in Reinweiß und Außen in Eisengrau ausgeführt. Neue Glasscheiben wurden mit neuen Glashalteleisten eingebaut. Neue hochdämmende Brüstungselemente mit einer HPL Deckung in Steingrau wurden eingesetzt.
Parallel zur Fassadensanierung wurden Innenmaßnahmen durchgeführt – im 4. OG partiell, soweit nicht schon 2010 gemacht, im 2. und 3. OG waren die Maßnahmen umfangreicher. Um die heutigen Anforderungen des Brandschutzes zu erfüllen, wurden zunächst alle bauzeitlichen Unterdecken abgerissen und alle Trennwände entweder aufgedoppelt oder neu hergestellt, im 2. OG wurde die Flurwand komplett um 30 cm versetzt. Gleichzeitig wurde die Elektrik erneuert und die Kassettendecken in den Einheiten und im Flur mit einer Brandschutzbeschichtung versehen, Wände, Zargen und Türblätter gestrichen und Fehlstellen im Fußbodenbelag ergänzt, neue einheitliche Lampen unter teilweiser Verwendung alter Fassungen eingebaut. Die Anzahl der Heizungen konnten aufgrund der besseren Isolierung der Fenster reduziert werden.
2023 Haus 24: neuer Aufzug
Der Aufzug von 1958 genügte den heutigen Brandschutzanforderungen nicht mehr und musste demontiert werden, alle alten Stahlrahmenelemente samt Türen wurden ausgebaut und ersetzt. Der Aufzugsschacht wurde in seiner Kubatur nicht verändert. Um die geforderte Überfahrt des neuen maschinenraumlosen Aufzugs mit Seilantrieb herzustellen und eine Anfahrt des 5. OGs zu ermöglichen, wurde die massive Betonplattform des nicht mehr notwendigen Maschinenraums im 5. OG herausgeschnitten. Zudem mussten einige Unebenheiten an den Schachtwänden weggefräst werden. Ein neuer Aufzug mit einem leicht vergrößerten Innenmaß wurde in den Bestandsschacht eingebaut. Die neue Aufzugskabine ist mit lackierbarem Zinkblech verkleidet, hat ein Fenster in Richtung Lichtband und auf allen Etagen 4-teilige, mittig öffnende Telekopschachttüren. Das Bedienfeld wurde behindertengerecht angebracht. Das Drahtglas von 1958 sollte erhalten bleiben, im Erdgeschoss wurde von innen vor das Bestandsdrahtglas eine VSG Scheibe gestellt. Über alle 5 Stockwerke des Schachts hinweg wurde das Drahtglas gesäubert, der Kitt ergänzt und die filigranen Stahlrahmen überarbeitet.
2023-24 Haus 4 50er Jahre Eck Nord: Fassadensanierung
Der Ergänzungsbau aus den frühen 1950er Jahren am nördlichen Ende von Haus 4 wurde für die Sanierung eingerüstet. Zunächst wurden die Metallfenster und Wände der Einheit im 3. OG saniert. Die alten Gläser wurden entfernt, verrostete Rahmenprofile vom Schlosser überarbeitet, vom Maler lackiert und neue Isolierglasscheiben eingebaut. Wände und Türen wurden brandschutzmäßig ertüchtigt. Für die Sanierung der Fassade wurde der lose Putz vorsichtig abschlagen und Fehlstellen mit Kalkzementfilzputz ergänzt, die Fassade wurde gereinigt und neu mit mineralischer Farbe Weiß beschichtet. Fensterbänke wurden ausgebaut und fachgerecht entsorgt, neue Fensterbänke aus Titanzink montiert. Alle Metallfenster erhielten einen einheitlichen grauen Sanierungsanstrich. Die Dachfläche wurde mit einer Sanierbahn abgedichtet. Die Mauerkrone der Giebelwand und die Attikaabdeckung sowie die vorgehängte Regenrinne aus Titanzink (unter Beibehaltung des Traufkastens) wurden erneuert.
2023-24 Haus 4 1.-4. OG: Innensanierungen
Das gründerzeitliche Gewerbegebäude von 1904 war noch weitestgehend auf dem Umbaustand aus den 1960er und 1970er Jahren der Firma Rotaprint. Im 4. OG hatten wir bereits 2010 erste Verbesserungen hergestellt, in den anderen Etagen war eine umfassende Sanierung notwendig. Nach dem Abriss alter Unterdecken und untauglicher Trennwände und dem Rückbau von alten Dusch- und WC-Anlagen wurde gemäß neuer Grundrissplanung auf den vier Etagen eine Vielzahl von kleinteiligen Maßnahmen umgesetzt, um die Anforderungen des Brandschutzkonzepts zu erfüllen und die räumliche Situation zu verbessern, die gemeinschaftlich genutzten WC-Anlagen auf einen aktuellen Standard zu ertüchtigen und neue Teeküchen einzugliedern. Neue Trockenbauwände wurden gestellt bzw. partiell Bestandswände aufgedoppelt, neue Türen eingebaut, zwei neue Stränge für Wasser, Abwasser und Lüftung eingebaut, die Elektrik erneuert, neue Lampen installiert, Bestandsfenster überarbeitet und Fußbodenbeläge partiell erneuert. Decken und Wände wurden neu beschichtet. In jeder Etage wurden die Flurdecken in einem anderen Rotton angelegt und die WC-Anlagen mit unterschiedlich farbigen Fliesen ausgestattet. Im 3. OG ist ein WC behindertengerecht neu installiert worden. Im 4. OG waren noch originale Einbauten aus den 1950iger Jahren erhalten, die ergänzt und grundsaniert wurden. In den angrenzenden Studios sind eigene WCs eingebaut und an den neuen Strang angeschlossen worden. Alle Sanitärbereiche wurden mit Objekten ausgestattet und alle Teeküchen mit Mobiliar eingerichtet.
2024-25 Haus 24 EG: Lagerflächen und Waschküchen
Durch Grundrissänderungen sollte hier eine Vorgabe unseres neuen Brandschutzkonzepts umgesetzt und der Einbau sehr großer Entrauchungskanäle vermieden werden. Die Maßnahme wurde möglich nach der Betriebsaufgabe eines langjährigen Mieters, zwei weitere Mieter mussten anteilige Flächen tauschen, um eine wesentlich klarere Raumanordnung zu erreichen, bei der die Flächen „im Bauch des Gebäudekonglomerats“ an belichtete Räume mit Öffnungen nach Außen angeschlossen werden konnten. Flurflächen wurden reduziert und den Mieteinheiten zugeschlagen. In dem kleinen Foyer an der Bornemannstr. 9 wurde ein Durchbruch geschaffen und eine neue Tür gesetzt, mit der ein Flur mit acht, bis zu 13 qm großen Abstellflächen erschossen wird, der auch als zweiter Fluchtweg für die angrenzende große Mieteinheit im eingeschossigen Bauteil von Haus 23 dient. Zusätzlich ist eine kleine neue Einheit mit Wasseranschluss und Waschmaschine für unseren neuen Gebäudereinigungsbetrieb entstanden, sowie am Aufgang 2 eine Waschküche für Kantine und das Wohnhaus.
2024-25 Haus 6 3. OG: Sanierung
Die 40 qm große Einheit im 3. OG des Wohnhauses wurde lange als Atelier genutzt und hatte weder Toilette noch Wasseranschluss. Nach Umzug des Mieters in ein anderes Atelier auf dem ExRotaprint Gelände wurde der Raum – wie bei allen anderen Mieteinheiten in diesem gründerzeitlichen Hinterhaus bereits vor Jahren erfolgt – grundsaniert und zu einer kleinen Wohnung mit Duschbad und Küchenzeile ausgebaut. Der neue Trockenbau wurde gestellt, Sanitäranschlüsse gelegt, neue Elektrik eingebaut und Fliesen verlegt. Fenster wurden überarbeitet, der Dielenfußboden abgeschliffen und neu versiegelt. Die Malerarbeiten an Decken, Wänden und Türen sowie der Einbau einer Küchenzeile waren 2025 abgeschlossen.
2024-25 Haus 2/22 2. OG: Sanierung
Alle alten Inneneinbauten dieser großen Mieteinheit, Wände, Decken, Türen, Bodenbeläge, WCs und Küchenzeilen wurden abgerissen und entsorgt, die Elektrik komplett zurückgebaut. Der Gussasphaltboden wurde aufgestemmt und ordnungsgemäß entsorgt. Wände und Decke in Haus 22 waren in einem verhältnismäßig guten Zustand. In Haus 2 wurden Wände und die Decke neu verputzt, alte Rohre entfernt und Löcher geschlossen werden. Eine neue Elektrounterverteilung wurde am Boden verlegt und Wasser- und Abwasseranschlüsse für jeweils zwei Toiletten bzw. Teeküchen angelegt. Im Anschluss konnte in die gesamte Etage ein neuer Estrich eingebaut werden. Die Einheit wurde mit einer Trockenbauwand samt notwendiger Fluchttür in zwei Mieteinheiten aufgeteilt, durchführende Elektroleitungen auf einer Trasse gesichert und für beide Einheiten die Elektrik bereitgestellt.
2024-25 Haus 23: Dach- und Betonsanierung
Die alte, schadhafte Dachentwässerungsrinne wurde verschlossen, neue Ausläufe vom Rand abgerückt in die Dachfläche gesetzt und in der unterliegenden Mieteinheit neu angeschlossen. Die neu eingebaute Gefälledämmung entlang der Bestandsattika bildet eine große Wanne aus, so dass eine deutlich größere Wassermenge als zuvor aufgenommen und abgeführt werden kann. Das gesamte Dach erhielt zwei neue Sanierungsbahnschichten aus Bitumen, die Bestandsaufsatzkränze der Lichtkuppeln wurden mit Flüssigkunststoff neu eingebunden. Entlang der aufsteigenden Fassade sind neue Randabschlüsse gesetzt worden und die Attika wurde neu verblecht.
Eine besondere Herausforderung stellte der Umgang mit den 29 Rheinland Lichtkuppeln aus den 1950ern Jahr dar. Die 14 noch original erhaltenen und nicht beschädigten, einschaligen Lichtkuppeln wurden gesäubert und erhalten. Für die 15 zu ersetzenden Lichtkuppeln konnten wir eine Firma finden, die gemäß den historischen Maßen zweischalige Kuppeln in Einzelanfertigung herstellte. Das Gesamtbild der Dachlandschaft konnte erhalten werden. Im Inneren wurden die durch jahrelange Undichtigkeit entstandenen Schäden in der Betondecke und den Lichtkuppelöffnungen saniert und malermäßig überarbeitet worden.
Die Betonsanierung der schalungsrauen Fassade wurde gemäß unseren Erfahrungen an Haus 25 durchgeführt. Die sehr stark geschädigte Attika an der Seite des Eingangs wurde ca. 8 cm tief abgeschlagen, die Bewehrung entrostet und neu eingeschlämmt, zusätzliche Bewehrungsmatten aus Edelstahl eingebaut und eine Schalung mit horizontalen rauen Brettern gemäß des alten Schalungsbildes angefertigt, in die der angepasste Beton eingegossen wurde. An der Attika entlang der Straßenseite wurde an den Schadstellen partiell der Beton abgeschlagen, die Bewehrung behandelt und mit neuem Ortbeton und einer angepassten Schmuckschicht händisch neu aufgetragen. Da diese Seite des Gebäudes vermutlich in den 1990er Jahren weiß gestrichen wurde, bekam auch die Attika wieder einen weißen Anstrich. Alle betonsichtigen Fassendenteile hingegen wurden hydrophobiert und mit einem transparenten Graffitischutz versehen.
2025 Haus 23 EG und 1. OG: Innenmaßnahmen
Unsere Brandmeldeanlage wurde auf die beiden großen Einheiten im EG und 1. OG ausgeweitet, beide Etagen wurden mit neuen Brandmeldern ausgestattet. Im 1. OG wurden Brandschutzertüchtigungen an der Fensteranlage und eine Brandschutzunterdecke zur aufsteigenden Fassade von Haus 24 eingebracht, sowie Nebenarbeiten an Elektrik und Malerarbeiten ausgeführt. Die Haus 23 und Haus 24 verbindende bauzeitliche Glastür wurde gegen eine rauchdichte Brandschutztür ausgetauscht.
2025 Haus 4 50er Jahre Eck Nord 2./3. OG: Sanierung
Für die beiden Ateliers im 2. und 3. OG des Anbaus aus den frühen 1950er Jahren musste gemäß Brandschutzkonzept ein zweiter baulicher Rettungsweg erschlossen werden. Beide Ateliers konnten mittels eines schmalen Durchbruchs durch zwei hintereinanderliegende Brandmauer an das Treppenhaus von Haus 6 angeschlossen werden. Die entstandenen tiefen Laibungen wurden mit jeweils einer neuen Eingangstür versehen, die nun als Fluchttüren dienen. Das Atelier im 2. OG konnten zudem grundsaniert werden. Fensterrahmen wurden ausgeglast, alte Farbanstriche abgeschliffen, die Rahmen neu beschichtet und anschließend neue Isolierglasscheiben eingebaut. Zudem wurde die Decke mit einem neuen Putzauftrag brandschutzmäßig ertüchtigt, die Elektrik überarbeitet, neues Licht installiert und die Wände gestrichen.
2025 Verkleidung der Lüftungsanlage
Die Lüftungsanlage für den Musikerkeller wurde bereits 2018 in der Durchfahrt zum Wohnhaus Bornemannstr. 10 installiert und gemäß Brandschutzanforderung bereits damals mit Trockenbauständerwerk eingehaust. Um den dunklen, schmalen und unattraktiven Durchgang freundlicher und witterungsbeständiger zu gestalten, wurde die Einhausung mit unterschiedlich großen, farbig lasierten Paneelen beplankt. Die Betonwände wurden neu gestrichen und neues Licht gesetzt.
2025 Haus 11: Renovierung Kantine
Zum Jahresende 2025 gab es einen Betreiberwechsel in der ExRotaprint Kantine. Wir nutzten den Wechsel, um die intensiv genutzten Kantinenräume zu sanieren und den Küchenbereich zu erneuern bzw. umzustrukturieren. Neben Arbeiten an Wasser, Abwasser und Elektrik wurden Maler-, Fliesen- Fliesen- und Lackarbeiten durchgeführt sowie die Räume grundgereinigt.











































































































