ExRotaprint ist ein Eigentumsmodell ohne Privatbesitz. Die wirtschaftliche Basis sind die Mieten. Der Mietzins finanziert die Sanierung, die Umbauten, den jährlichen Erbbauzins und den laufenden Betrieb. Arbeit wird bezahlt. Der von uns verhandelte Kaufpreis könnte zu künftigen Profiterwartungen führen, die Begehrlichkeiten wecken. Durch das Erbbaurecht mit den Stiftungen trias und Edith Maryon haben wir die übliche Marktlogik und die damit verbundenen Abhängigkeiten und Risiken vermieden. Der Erbbauzins, den ExRotaprint jährlich an die Stiftungen zahlt, refinanziert den Kauf des Geländes und ermöglicht den Stiftungen neue Projekte mit verwandter Ausrichtung anzuschieben. Es entsteht ein Geldfluss, der langfristig über ExRotaprint und unser Eigeninteresse hinausgeht.
Zur Finanzierung der Sanierung hat ExRotaprint einen Baukredit über 3,24 Mio. Euro bei einem Schweizer Pensionsfonds, der CoOpera Sammelstiftung PUK, aufgenommen. Der Rentenfonds hat sich gegenüber seinen Anlegern verpflichtet, ihre Renteneinzahlungen nicht an der Börse, sondern in nachhaltige, soziale, ökologische oder kulturelle Projekte anzulegen. Die Anleger bevorzugen eine stabile Zinsentwicklung und bleiben von der Achterbahnfahrt der Finanzmärkte verschont. Der von ExRotaprint gezahlte Zins fließt auch hier in einen anderen, „selbstbewussten“ Geldkreislauf. Geld ist an Ziele gebunden.

Die Mieten auf dem ExRotaprint Gelände liegen je nach Art der Nutzung und dem Ausbaustandart zwischen 3 Euro und 5,40 Euro netto kalt, die Jahresmieteinnahmen z.Z. bei 500.000 Euro. Laut Erbbaurechtsvertrag zahlt ExRotaprint jährlich einen Erbbauzins von 10 % der Nettokaltmieteinnahmen an die Stiftungen (z.Z. 50.000 €/Jahr). Der Baukredit der CoOpera Sammelstiftung PUK wird mit 4,5% verzinst und mit 2% getilgt, Bereitstellungszinsen werden nicht erhoben, das kommt der langsamen und schrittweisen Sanierung entgegen.
Der Überschuss aus den Mieten wird für die Sanierung der Gebäude eingesetzt. Neben den 3 Mio. Euro aus dem Baukredit der CoOpera Sammelstiftung PUK sind über die Jahre mindestens 3,6 Mio. Euro direkt aus Mieteinnahmen in die Sanierung geflossen. 560.000 Euro trug das Land Berlin gemäß der Altlastenregelung des Kaufvertrags. Ab 2017 kamen 685.000 Euro als Förderung aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin hinzu, 60.000 Euro vom Landesdenkmalamt Berlin und 35.000 Euro von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Bisher konnten wir so insgesamt 8 Mio. Euro in den Erhalt des Baudenkmals investieren.
Die ExRotaprint gGmbH erfüllt ihre gemeinnützigen Ziele mit der Finanzierung der Sanierung des eingetragenen Baudenkmals und mit dauerhaft vergünstigten Ateliermieten auf dem Gelände. Durch die rechtliche Struktur aus Gemeinnützigkeit und Erbbaurecht wird der Abfluss von Kapital verhindert. Das ermöglicht ExRotaprint mit relativ niedrigen Mieten das Baudenkmal zu erhalten und den Gewerbehof zu bewirtschaften.


